Neue Fallstudien ·
Amaanstudios: Vom Standard-Theme zum Editorial-Shop
Wie wir den Online-Shop von Amaanstudios mit Headless Shopify, Next.js und Vercel neu gebaut haben. Vorher und Nachher, alle Features und die SEO-Arbeit dahinter.

- Kunde / Projekt
- Amaanstudios, Premium-Herrenmode und Düfte
- Leistungen
- Shopify Headless, Design, SEO, E-Mail-Marketing mit Klaviyo
- Ergebnisse
- Neuer Shop auf Headless Shopify, zwei vollständig übersetzte Sprachen statt vier lückenhafter, eigener Journal-Editor, saubere Weiterleitungen und Bild-Sitemap
Amaanstudios verkauft Thobes, Gandouras, Djellabas und Extraits de Parfum, gefertigt in Marokko. Die Produkte waren hochwertig, der Shop war es nicht. Wir haben ihn von Grund auf neu gebaut: ruhig, schnell und so aufgeräumt wie ein Editorial der großen Modehäuser. Hier zeigen wir, was sich geändert hat und warum.
Die Ausgangslage
Der alte Shop lief auf einem Shopify-Theme mit vielen Apps obendrauf. Das funktionierte, passte aber nicht zu einer Marke, die über Ruhe, Handwerk und Vertrauen verkauft.
- Zu viele Sprachen, zu wenig Pflege: Der Shop lief auf Deutsch, Englisch, Französisch und Niederländisch. Viele Übersetzungen waren lückenhaft. Auf der deutschen Startseite stand sogar der Begrüßungstext auf Englisch, dazu englische Bildbeschreibungen.
- Uneinheitlicher Markenauftritt: Im Logo stand nur „AMAAN“, im Shop tauchte der Name mal als „Amaan Studios“, mal als „Amaanstudios“ auf, in Kollektionen, Artikeln und Bildtexten.
- Standard-Bausteine statt Markenerlebnis: Ein Theme-Layout, wie es viele Shops nutzen. Interne Artikelcodes standen im Blickfeld, Produktbeschreibungen versteckten sich hinter Akkordeons.
- Abhängig von Apps: Weiterleitungen, SEO und Tracking hingen an einzelnen Erweiterungen, jede mit eigenem Skript und eigener Ladezeit.
- Kein Ort für Geschichten: Der Brand-Shoot in Tunesien und das Wissen über Stoffe hatten keinen eigenen Platz im Shop.
Das Zielbild
Der neue Shop sollte sich anfühlen wie ein Besuch bei Saint Laurent oder Dior, nur für traditionelle Herrenmode. Drei Leitlinien haben jede Entscheidung bestimmt:
- Weniger ist mehr. Schwarz, Weiß und warme Cremetöne, viel Weißraum, große Bilder. Nichts, was vom Produkt ablenkt.
- Vertrauen statt Druck. Keine Countdowns, keine Rabattbanner, keine aufdringlichen Pop-ups. Die Marke verkauft über Qualität und Geschichten.
- Technik, die man nicht merkt. Schnelle Seiten, saubere Sprachen, ein Warenkorb, der einfach funktioniert.
Vorher und Nachher
Der größte Unterschied zeigt sich nicht in einem einzelnen Element, sondern im Gesamteindruck. Hier die wichtigsten Bereiche im direkten Vergleich.
Startseite


Vorher: ein zweigeteiltes Hero-Bild, ein Logo, das nur „AMAAN“ zeigte, und ein englischer Text auf der deutschen Startseite. Nachher: ein einziges großes Bild mit der vollständigen Wortmarke, darüber nur die nötigsten Symbole. Der Blick geht sofort auf die Kleidung.
Produktseite


Im alten Shop stand über dem Produktnamen ein interner Artikelcode, darunter ein englischer „Size Guide“-Link. Jetzt ist die Infospalte ruhig und vollständig auf Deutsch: Größenauswahl, Zahlungsarten, voraussichtliches Lieferdatum und der Hinweis auf kostenlosen Versand stehen direkt am Warenkorb-Button. Die Beschreibung ist sofort lesbar, statt hinter einem Akkordeon zu verschwinden.
Smartphone


Auf dem Smartphone wird der Unterschied am deutlichsten. Das Hero-Bild hat einen eigenen Zuschnitt fürs Hochformat und füllt den ganzen Bildschirm. Der Text ist auf Deutsch und auf das Wesentliche reduziert: Kollektion nennen, Kollektion entdecken.
Navigation und Warenkorb
Vorher führte eine einfache Textnavigation oben links durch den Shop. Jetzt fährt das Menü nach Dior-Vorbild von der Seite herein und führt in zwei Ebenen zu Thobes, Gandouras, Djellabas, Düften und dem Journal, mit Bildkacheln. Auch der Warenkorb öffnet sich als Panel über der Seite. Kunden ändern die Größe direkt dort und bekommen dezente Vorschläge, die zum Stück passen.
Footer und Sprachen
Der Footer ist jetzt zentriert und editorial, mit Newsletter-Anmeldung und einer ruhigen, einfarbigen Reihe der Zahlungsarten. Aus vier lückenhaften Sprachen wurden zwei vollständig übersetzte: Englisch und Deutsch.
Die Features im Detail
Journal mit eigenem Editor
Der Brand-Shoot in Tunesien erscheint als Journal-Serie, dazu kommen Beiträge über Stoffe wie Leinen und Gabardine. Damit das Team neue Artikel ohne Entwickler veröffentlichen kann, haben wir einen eigenen Admin-Bereich mit Journal-Editor gebaut. Er schreibt direkt in Shopify, auf Deutsch und Englisch.
Kundenkonto im Markenlook
Anmelden, Bestellungen ansehen, Sendung verfolgen: alles läuft über ein Seitenpanel direkt im Shop. Dahinter steckt die Customer Account API von Shopify, die Kundendaten bleiben also sicher bei Shopify.
Warenkorb mit „Passt dazu“
Im Warenkorb schlägt der Shop Stücke vor, die zur Auswahl passen. Kein „Kunden kauften auch“, sondern eine kuratierte Ergänzung, so wie im Laden.
Eigene Auswahlfelder statt Browser-Standard
Jedes Dropdown im Shop ist selbst gebaut, von der Größenauswahl bis zum Kontaktformular. Sie sehen auf jedem Gerät gleich aus, lassen sich per Tastatur bedienen und klappen automatisch nach oben, wenn unten kein Platz ist.
„Wieder verfügbar“-Benachrichtigung
Ist eine Größe ausverkauft, können sich Kunden direkt auf der Produktseite eintragen. Die Benachrichtigung verschickt Klaviyo, sobald das Stück zurück ist.
Newsletter und E-Mail-Flows
Die Anmeldung im Footer ist direkt mit Klaviyo verbunden. Dazu haben wir die E-Mails im selben Stil gestaltet: Willkommensstrecke, Warenkorb-Erinnerung, Versandbestätigung, Pflegehinweise nach dem Kauf und Kampagnen zu Kollektionen und Düften.
Datenschutzfreundliches Cookie-Banner
Notwendige Cookies laufen immer, alles andere erst nach Zustimmung. Kunden können ihre Wahl jederzeit im Footer ändern.
Widerruf mit einem Klick
Im Footer gibt es einen eigenen Link zum Widerruf, der eine vorausgefüllte E-Mail öffnet. Das ist rechtlich sauber und für Kunden ohne Umwege.
Technik unter der Haube
Amaanstudios setzt jetzt auf Headless Shopify. Das heißt: Shopify kümmert sich weiter um Produkte, Lager, Bestellungen und Kasse. Die Seite, die Kunden sehen, haben wir komplett selbst gebaut.
- Shopify als Backend: Produkte, Bestände, Checkout und Kundenkonten bleiben dort, wo sie sicher und bewährt sind.
- Next.js als Frontend: Jede Seite ist individuell gestaltet, ohne die Grenzen eines Themes.
- Vercel als Hosting: Die Seiten werden weltweit nah am Kunden ausgeliefert.
- Webhooks für Echtzeit: Ändert sich ein Preis oder ist eine Größe ausverkauft, ist das sofort im Shop sichtbar.
- GitHub als Grundlage: Jede Änderung ist nachvollziehbar und lässt sich bei Bedarf zurückdrehen.
Der Vorteil für Amaanstudios: volle Gestaltungsfreiheit, weniger Apps und trotzdem die Zuverlässigkeit von Shopify im Hintergrund.
SEO und Mehrsprachigkeit
Ein neuer Shop darf keine Rankings kosten. Deshalb lief die SEO-Arbeit von Anfang an mit.
- Klare Sprachstruktur: Englisch ohne Präfix, Deutsch unter /de. Genau wie vorher, damit bestehende Rankings erhalten bleiben.
- Automatische Sprachwahl: Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz landen auf Deutsch, alle anderen auf Englisch.
- Saubere Weiterleitungen: Alle französischen und niederländischen Seiten leiten dauerhaft auf ihr englisches Gegenstück weiter, bis auf Produktebene. Auch alte Shopify-Adressen führen zur richtigen neuen Seite.
- Bildtexte in beiden Sprachen: Alle Produktbilder haben neue, beschreibende Alt-Texte auf Deutsch und Englisch.
- Bild-Sitemap: Google findet alle Produktbilder und kann sie in der Bildersuche zeigen.
- Einheitlicher Markenname: „Amaanstudios“ steht jetzt überall gleich, in Code, Kollektionen, Artikeln und Bildtexten.
Fazit
Amaanstudios hat jetzt einen Shop, der so wirkt wie die Produkte: ruhig, hochwertig und durchdacht bis ins Detail. Kunden finden schneller, was sie suchen, und die Marke erzählt endlich ihre eigenen Geschichten.
Genau so verstehen wir unsere Arbeit als Commerce Growth Partner. Wir verbinden Design, Technik, SEO und E-Mail-Marketing zu einem System, das mit der Marke wächst. Dein Shop sieht noch nicht so aus, wie deine Marke es verdient? Dann lass uns sprechen.